Der letzte Führerscheinneuling ist bereits geboren.

So lautete der Titel des Vortrags von Mario Herger zum Thema Autonomes Fahren in der Zukunft bei E-Auto-Stammtisch in LU. Der Vortrag beschrieb den Wandel der Mobilität von der Pferdekutsche bis zum selbstfahrenden Auto in der Zukunft.
Wobei die Zukunft, nach seiner Prognose, nicht mehr weit ist, denn im Jahr 2030 bis 2035 wird es nur noch autonom fahrende E-Autos geben und ggf. schon ein Verbot für Selbstfahrer! Das wäre für mich o.k. denn mit 70 Jahren möchte ich selbst kein Auto mehr fahren. Das wäre dann sehr praktisch, einfach per Smartphone-App ein E-Auto rufen, dass mich direkt an der Haustür abholt und dann irgendwo zu einem Termin fährt.
Von den zur Zeit zugelassenen 48 Mil. PKWs müssten dann nur noch 5 bis 10 % angemeldet sein. Die sind dann nicht mehr im privatem Besitz sondern fahren als autonome E-Taxis für große IT-Startups. In Silicon Valley fahren schon fast 100 Firmen mit Ihren ersten Testfahrzeugen herum. Weltweit gäbe es schon 5 Unternehmen die mit spezieller Zulassung autonome Taxis betreiben und Personen transportieren dürfen. Der Preis für solch eine Taxifahrt wird nur noch 1/10 der heutigen Taxifahrt kosten. Frage: Wer fährt dann noch mit Bus und Bahn? Ist der ÖPNV dann pleite und verschwindet? Die wenigen Autos die dann fast rund um die Uhr Personen transportieren werden dann automatisch irgendwo versteckt geparkt und aufgeladen. Kein Mensch wird noch privat ein Auto besitzen und somit auch keine Führerschein mehr brauchen. Daher sein Buchtitel „Der letzte Führerscheinneuling ist bereits geboren.
Was passiert aber wenn ein autonom fahrendes E-Auto mal streikt, also der KI-Proessor nicht weiter weiß? Dann loggt sich ein Servicetechniker ferngesteuert ein und prüft das Problem. Ggf. fährt der Techniker das Auto ferngesteuert um ein Hinternis herum bis die KI wieder selber fahren kann. Das überqueren von Kreuzungen geht dann ohne Ampel. Die E-Autos kreuzen sich zwischen den Lücken der Autos. Auweija, da mache ich die Augen zu und bete, dass es nicht rumst. Da die Fahrzeuge sich dann auch gegenseitig „sehen“ und Abstände und Geschwindigkeiten berechnen können sind Ampeln und Schilder überflüssig. Da wird eine ganze Industrie pleite gehen. Achja, Tankstellen für Benzin und Diesel braucht dann auch keiner mehr. Wann waren Sie – Fragen an die E-Autofahrer im Saal – das letzte Mal an einer Tankstelle. Ich war vor drei Tagen dort um ein Paket abzuholen! Ja, den Tankstellen schwimmen die Felle davon. Kann man sich eine ehm. Tankstelle mit Chips, Zigaretten und Paketdienstleistungen am Leben erhalten? Wohl eher nicht. Ähm, die deutschen Autobauer haben damit
wohl auch ein Problem denn die Startups in Silicon Valley sind keine großen Autohäuser sondern Ableger von IT-Firmen wie z.B. Waymo von Google.
Auf einem Bild der 5th Avenue in New York des 1900 Jahrhunderts waren sehr viele Pferdekutschen und nur ein neues Auto mit Verbrennungsmotor zu sehen. Nur 13 Jahre später also 1913 sah man auf der 5th Avenue fast nur noch Verbrenner und ganz, ganz wenige Kutschen. Also in 1 bis 2 Jahrzenten kann sich die Technik extrem wandeln. Damals gab es Kutschenbauer und Pferdezüchter, danach nur noch Maschinenbauer und Elektriker. Welchen Berufszweig wird es wohl bei den autonomen Fahrzeugen hauptsächlich geben? IT-Techniker, Programmierer und Mechatroniker.
Die deutschen Autobauer hinken hinterher. Das beste Startup schaft heute schon über 50.000 km bevor ein Servicetechniker in die autonome KI-Steuerung eingreifen muss. 9006 km zeigt die Tabelle bei Wikipedia. Da sind aber auch die Eingriffe des begleitenden Testfahrers dabei der aus Angst ans Lenkrad fasste. Bei den Deutschen muss der Techniker alle 25 km in die Steuerung eingreifen. Laut seiner Prognose werden BMW, VW, Audi usw… die Instustrielle Revolution nicht schaffen und verschwinden. Die Fa. Bosch z.B. wird überleben da Sie auch testet und Steuerungssysteme entwickelt.

Die Zukunft wird spannen 🙂

Erdüberlastungstag

Heute, am 4. Mai 2022, ist der Erdüberlastungstag für Deutschland! Und was muss ich in der Tageszeitung lesen? Die Deutschen sind kaum bereit zum Sparen. Trotz Krieg in der Ukraine will keiner mehr Energie sparen, wow ich bin geschockt!

Vor fast 15 Jahren habe ich bei CO2online und ZDF-Umwelt meine Bewerbung zum Energiesparmeister abgegeben. Damals war das, so wie heute, mein Thema. In den 15 Jahren hat sicht nichts geändert, nein es ist sogar noch schlimmer geworden. Damals dachte ich wir könnten mit unserer Fachwerkhaus-Sanierung zum Vorbild werden und viele Menschen anregen ebenfalls Energie ohne Nachteile einzusparen.


Aber die Trägkeit und Ignoranz der Menschen ist schlimmer als der Corona Virus. Wir sind Weltmeister im Wegschauen und Vergessen. So sind nun auch all meine Titel, Preise und Auszeichnungen im WWW verschwunden und gelöscht. Schade, der Virus befällt das Internet ebenso wie namhafte Institute (CO2online, DENA, BMWK, ….) und auch die Bundesregierung.

Stromlos und Autark

Da meine Frau ein paar Tage in Kur war konnte ich einiges an unserem Energiesparhaus testen. Als erstes wollte ich wissen wie stark unser gedämmtes Fachwerkhaus ohne Heizung auskühlt. Da dies ein relativ warmer März war, kühlte das Haus nur ca. 2°C in der Nacht aus. Somit konnte ich ohne Mühe am nächsten Tag mit dem Kachelofen nachheizen. Das schaffte ich dann auch locker die nächsten 7 Tage.

Am Sonntag den 27.03.2022 um 19:00 Uhr war es dann soweit, alle wichtige Geräte (Telefon Router usw.) waren auf den Inselwechselrichter umgesteckt und somit auf Solarstrom geschaltet. So ging ich in den Keller und schraubte die Hauptsicherungen herraus. Ups, ich hätte eine Taschenlampe mitnehmen sollen und so stolperter ich im Dunklen aus dem Keller. Kaum im Haus ging der erst Griff zum Lichtschalter. Fehlanzeige kein Strom! Alles logischer Weise dunkel. Das passierte mir x-Mal und ich grinste jedes mal über den so automatisierten Griff zum Lichtschalter. Ich hatte ja, Gott sei dank, schon vor Jahren das Licht im Wohnzimmer auf 12Volt LED mit Zugschalter umgebaut. Somit hatte ich zumindest dort Licht. Tja, das war dann auch die nächsten 1,5 Tag mein Problem! Kein Licht auf dem WC und in der Küche. Im Arbeitszimmer lief idealer Weise schon alles seit vielen Jahren auf Gleichstrom mit 12Volt. Mein Raspberry als Datenlogger an der Lithium-Solarbatterie war aus, ja natürlich der hat ein 230V-USB-Netzeil. Also den auch noch umstecken zum 2,5kW-Insel-Wechselrichter.

Lastgang ohne Stromverbrauch


Jetzt ging die Sucherei los! Was geht noch alles nicht. Achja, WC-Spülung läuft über ein Hauswasserwerk mit Regenwasser. Oh, die thermische Solaranlage ist fest am Stromnetz angeschlossen. Also, Verteilerdose aufgemacht und Schukostecker dran.
Am 28.03.2022 hatte ich mittags Hunger und wollte mir Bratwürste machen. Tja, wie ohne Strom. Ich habe kein Grill und keine Grillkohle! Also musste der alte Holzboiler mit der alten Bratpfanne als Grill herhalten. Abends wollte ich mir die letzte Bratwurst in der Mikrowell erwärmen. Tja, woher den Strom nehmen. Eins-Zwei Verlängerungskabel und die Mikrowelle brutzelte mit 1.350W Solarstrom meine kalte Wurst warm. Am Morgen des 29.03.2022 musste ich das Experiment beenden, da meine Frau aus der Kur zurück kommen wollte. Strom an, Heizung an und der Luxus mit Netz-Stromversorgung zu leben wird wieder zur alten Gewohnheit.

Ladestationen Frust 35

Ich habe vor ein paar Tagen den ehem. Redakteur vom Echo in einem Kaffee getroffen und er fragte mich nach einem Interview zur Elektromobilität. Zwei Tage später rief er mich Abends an und interviewte mich am Telefon zu meinen 8,5 Jahre Erfahrung zu meiner Elektromobilität und Ladeinfrastruktur. Daraus ist beiliegender Zeitungsartikel im Echo entstanden. Es ist ein sehr guter Artikel der meine Erfahrungen wiederspiegelt.

Ja, er ist leider teilweise sehr negativ was aber nicht heißen will, dass Elektromobilität nicht möglich ist. Wenn man zur Zeit ein eigenes Haus mit Wallbox hat ist alles o.k. und super. E-Auto fahren macht spaß und ist sehr sehr günstig. Anders sieht es aus wenn man in Miete wohnt und sein E-Auto irgendwo öffentlich aufladen muss. Dann sind die Strompreise sehr chaotisch und teuer. Hier müsste unsere Regierung endlich mal eingreifen und die Preise steuern.
Schlimm finde ich es wenn dann SPD-Politiker einen Leserbrief schreiben und alles gut finden weil sie ja einen Audi e-tron fahren und überall per HPC und preisgüstiger Audi-Ladekarte schnellladen können. Das hat nichts mit der allgemeinen Bevölkerung zu tun. Privilligierte haben es immer besser und leichter. Und gerade als Politiker sollten sie dafür etwas tun, dass andere auch davon etwas haben.
Gestern Abend gab es hierzu auch einen Bericht auf ARD-alpha: „Laden statt Tanken„. Man muss sich schon etwas umstellen und kann nicht wie beim Verbrenner erwarten nur einmal in der Woche „tanken“ zu müssen. Wir sind in der Richtung total verwöhnt und müssen schon mal einen Schritt zurück treten wenn wir etwas für den Klimawandel tun wollen.

Jahresrückblick 2021

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und Ruck Zuck ist das neue E-Auto ein Jahr alt und hat schon über 10.000 km auf dem Buckel. Das Laden des Twingos E-Autos hat sich auch massiv verändert. Mit dem kleinen Twizy konnte ich immer an jeder Schukosteckdose laden. Der Twingo wird jetzt fast nur noch an der eigenen 11kW-Wallbox geladen. Leider musste ich die Wallbox als mobile Wallbox mir CEE-Stecker aufbauen. Grund hierfür sind die bescheuerten Vorschriften der Energieversorger bzw. Netzbetreiber. Danach müsste der Elektro-Schaltschrank auf die neuste VDE-AR-N 4100: 2019-04 „Bereit für die Energiewende“ umgebaut werden. Damit müsste ich den Elektroschrank komplett für 2.000 € erneuern. Bei 600 € für die Wallbox und 900 € KfW-Förderung hätte ich Mehrkosten von 2.000 + 600 – 900 = 1.700 €. Das ist definitiv zu viel Geld und absolut unverhältnissmäßig. Ich bin wirklich für die Energiewende aber das ist zu viel des Guten. Haben die Politiker in Berlin überhaupt daran gedacht wer das bezahlen soll! Die 900 € von der KfW sind dabei ein echter Witz.

Der gleichen Punkt trifft mich 2025 wenn meine PV-Anlage aus der EEG-Förderung fällt. Ich könnte dann die PV-Anlage auf Eigenverbrauch umbauen lassen. Gleiches Problem VDE-AR-N 4100 !!! So ein Mist! Ich werde wohl die PV-Anlage abmelden und den Strom in einer Batterieanlage speichern. Den Strom werde ich dann im Inselbetrieb selbst verbrauchen und nix mehr einspeisen!

Im Augenblick spielen die Preis an den Ladesäulen total verrückt. Wenn man nicht aufpasst zahlt man mit der falschen Ladekarte ganz schnell das doppelte für eine Akkuladung! Mit Freshmile zahlt man 3,06€ für 14kWh. Bei der Entega sind es 5,06€ und bei Maingau 6,19€. Wie kann und darf das sein? Hallo liebe Politik in Berlin, könntet Ihr das mal checken?

Ladestationen Frust 34

Als ich heute auf die Arbeit nach DA fuhr regnete es in strömen. Da mein Twingo Akku fast leer war wollte ich erst später an die Ladesäle fahren. Großer Fehler, denn ab 9:00 Uhr ware alle LS im umkreis belegt. So machte ich in der Mittagszeit auf den Weg um mir die Ladesäulenbelegung vor Ort anzuschauen. An der ersten LS standen zwei Elektroautos. Die LED der Ladesäule am rechten E-Auto zeigte eine grüne LED. Somit war der Ladevorgang hier schon beendet und der Fahrer hätte sein E-Auto umparken müssen. An der zweiten Ladesäule stand nur ein E-Auto obwohl die App eine Komplettbelegung anzeigte. Also den Apps kann man auch nicht trauen. An der dritten LS stand ein Hybridfahrer mit eingestecktem Kabel ohne leuchtende LED. Ich vermute, der suchte nur einen billigen Parkplatz ohne Parkscheinkosten, Frechheit. An der vierten Ladesäule bei der Handwerkskammer DA darf man immer noch nicht als Gast laden. Die fünfte und letzte LS war ebenfalls nur von einem E-Auto belegt und die App zeigte beide Ladepunkte in Benutzung.
Nach ich bin mal gespannt ob die mögliche neue Ampel Bundesregierung das Kuddel-Muddel auf die Reihe griegt. Ich stimme Lichtblick zu: Die Energieversorger haben ein Monopol auf die LS und können machen was sie wollen. Hier gehört eine einheitliche Regulierung der Ladeinfrastuktur her sowie eine gestaffelte Parkgebühr nach Ladeende! Am Anfang müssten die LS sogar stündlich kontrolliert werden und Knöllchen verteilen. Es kostet demnächst 55,-Euro.

Acht Jahre Elektromobilität

Nun fahre ich seit 8 Jahren elektrisch und habe im Dez. 2020 mein zweites E-Auto gekauft.

Am Sonntag habe ich nach vielen Wochen meinen Twizy zum Brötchen holen aus der Garage gefahren. Die Bremsen waren schon sehr verrostet und es dauerte etwas bis das Schleifgeräusch nachließ. Beim Bäcker viel mir dann auf, dass von den ca. 20 Autos schon 1/4 ein E-Kennzeichen hatten. Also so langsam kommt die Elektromobilität in Fahrt.

Nervig ist wirklich noch die schlechte Ladeinfrastruktur. Es gibt zwar bei uns, zwischen Bergstrasse und DA, genügend Ladesäulen jedoch sind diese immer noch sehr oft von Verbrennern zugeparkt. Hier fehlt eine eindeutige Rechtslage um diese Falschparker kostenpflichtig abzuschleppen. Weiterhin ist es echt ätzend, dass das Ladekarte Chaos nicht besser wird. Mittlerweile gibt es z.B. die Ladekarte der Telekom nicht mehr und auch aus der Idee an jedem Telefonkasten eine Ladesäule zu bauen wurde nichts. Die Preise an den Ladesäulen ist weiterhin unübersichtlich und ein totales Versagen unserer Bundesregierung!

Des Weiteren halte ich es für peinlich, dass das Laden beim Arbeitgeber immer noch nicht möglich ist. Das sollte verpflichtend eingeführt werden. Hier wird die Bundestagswahl hoffentlich die Entscheidung bringen.

Ladestationen Frust 33

Große Lücken im Masterplan Ladesäuleninfrastruktur

„Mit dem „Masterplan Ladesäuleninfrastruktur“ vom November 2019 wollen wir den Ausbau der E-Mobilität voranbringen. Bis zum Jahr 2030 sollen in Deutschland eine Million öffentliche Ladepunkte für E-Mobilität verfügbar sein. Die Bundesregierung will eine flächendeckende und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur für bis zu zehn Millionen Elektrofahrzeuge bereitstellen. Sie fördert seit 2017 Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen dabei, Ladepunkte einzurichten.“

Tolle Pläne hat die Bundesregierung mit Ihrem „Masterplan Ladesäuleninfrastruktur“. Aber wie immer bei solchen Plänen sind die Politiker völlig unwissend und realitätsfremd. Dies musste ich so leider mit meinem E-Auto im Odenwald erfahren. So war die Ladesäule im Heilklimatischer Kurort wieder mal von zwei Verbrenner zugeparkt. Der Bürgermeister fühlte sich nicht zuständig und antwortet: Unser Ordnungsbeamte ist jetzt schon überlastet und wie soll die eine Person alle Parkplätz 24/7 kontrollieren?

Falschparker vor der Ladesäule


Also der „Masterplan Ladesäuleninfrastruktur“ wird wohl schon an Kleinigkeiten scheitern. So sind viele der aktuell aufgestellten Schilder keine rechtsverbindlichen Kennzeichen der StVO. Die Ladeplätze sind oft nicht ausreichen farblich markiert und werden von Ortsfremden nicht als Ladesäulenparkplätze erkannt. Ich habe sogar von Falschparker direkt angesprochen ob sie das 1m² große Hinweisschilder vor ihrer Windschutzscheibe nicht gelesen haben. Oft sind viele Autofahrer einfach betriebsblind (Vor lauter Verkehrsschilder kennt man keine mehr). Es fehlt hier das Personal um die Verkehrswidrigkeiten zu kontrollieren.

Wenn bis 2030 sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen sein sollen müssen entsprechend viel, sehr viel mehr E-Auto öffentliche E-Auto-Ladesäulen aufgestellt werden: „Der Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur ist Grundvoraussetzung für die Akzeptanz und die Zunahme der Elektromobilität. Die Bundesregierung hat das Ziel, dass die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut wird und in Deutschland bis 2030 insgesamt eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen. Deshalb fördert der Bund den Aufbau von öffentlichen Ladesäulen mit entsprechenden Programmen bis 2025. „(Quelle: Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung).

„Die Kommunen werden aufgefordert, die Anordnungsmöglichkeiten der Straßenverkehrsordnung konsequent umzusetzen, so dass Fahrzeuge, die widerrechtlich vor einer Ladesäule parken, umgehend entfernt werden können und Bußgelder so angeordnet werden, dass eine abschreckende Wirkung damit verbunden ist. Zudem ist eine rechtssichere Beschilderung sicherzustellen.“ (Quelle: Masterplan-Ladeinfrastruktur der Bundesregierung).

Jedoch wer kontrolliert das? Viele Kommunen sind jetzt schon überlastet und haben zu wenig Personal um alle Falschparker zu kontrollieren. Wer macht das Abends und am Wochenende? Im Überigen können auch E-Auto-Fahrer zu Falschparkern werden wenn sie Park- und Ladezeit maßloss überschreiten oder den Parkplatz an der Ladesäule nur zum Parken benutzen.

Dass das Kabel nicht angeschlossen ist erkennt sogar ein Blinder. Jedoch ob das E-Auto noch lädt und eigentlich schon voll geladen ist und dort nur noch parkt kann der Leihe nicht erkennen. So gehört an jede Ladesäule eine eindeutige Anzeige ob das E-Auto noch lädt und wie lange das E-Auto dort schon steht!

Urlaub mit dem E-Auto

Wir waren am Wochenende zu einem Kurzurlaub mit dem Elektroauto im Schwarzwald.
Hier ein kurzer Bericht mit meinen Erfahrungen. Der Twingo soll ja laut WLTP ca. 190 km Fahrstrecke mit einer Akkuladung schaffen. Bisher waren es bei mir im Alltag nur so 130 bis 150 km laut Anzeige. Von Darmstadt bis Zielort waren es laut Google aber 131 km. Das könnte also knapp werden und was macht da der Energiesparmeister? Langsam fahren und am Besten im Windschatten eines LWK’s. Das klappte auch sofort und der polnische LWK fuhr auch zufällig in die gleiche Richtung bis Karlsruhe.
An der Ladesäule in Bad Herrenalb konnte ich den Akku wieder vollladen und nun zeigte der Twingo, durch die energiesparende Fahrweise, sage und schreibe 211 km. Super dachte ich und fuhr am nächsten Tag ins 60 km entfernte Freudenstadt. Tja, man soll hügelige Landstraßen im Schwarzwald nicht unterschätzen. Somit war der Akku schon wieder mehr als die Hälfte leer. Naja, Freudenstadt hat bestimmte ein paar Ladesäulen dachte ich. Also auf’s Blaue irgendwo hinfahren, ohne vorher genau zu wissen wo die Dinger sind, ist nicht ratsam. Ich musste echt suchen und kam schon ziemlich in Panik. Die Freudenstädter sind wirklich Weltmeister im Ladesäulen verstecken. Naja, ich habe dann bei den Stadtwerken Freudenstadt eine weiße Wallbox an einer weißen Wand gefunden. Nur die grünen Parkmarkierungen gaben mir den Hinweis, dass dort eine Ladesäule hängt.

Auf dem Rückweg ging es besser und ich konnte direkt am Hotel laden. Naja, erst als die Ladesäule wieder frei war. Dort ludt ein Smart for Two drei Stunden lang und der Platz daneben war die ganzen 3 Tage durch ein E-Car-Sharingauto blokiert. Ich hasse E-Car-Sharing! Anzeige nach dem Vollladen 220 km 🙂

Die Rückfahrt am Sonntag nach Lorsch sollte zwar kürzer sein aber das Wetter war schlecht. Es war kalt und regnete. Mit 28% Restkapazität und 54 Restkilometer kam ich gut zurück.

E-Auto-Ladesäule im Dorf

Super, jetzt gibt es auch eine Elektroauto Ladesäule im Stadtteil Bensheim-Fehlheim. Dort konnte ich mit Erfolg meinen neuen Twingo elektrisch aufladen.

Ladesäule Bensheim-Fehlheim

Leider muss ich nun vermehrt feststellen, dass viele neue Ladesäulen mit einem E-CarSharing-Auto teilweise zugeparkt sind. So z.B. in Seeheim und Lorsch. Diese Leihwagen vom Typ Renault ZOE sind leider in Kombination mit der Ecotap-Ladesäule nicht kompartibel zum Renault Twingo. Wenn ich in Lorsch am Stadthaus laden will geht das nicht wegen dem dort angeschlossenen E-CarSharing-ZOE.